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27. Januar - 5. Februar 2023
BRAFA Art Fair 2023
Brussels Expo, Heysel

Paukenschlag und Harfenklang, von laut bis ganz verhalten – so lässt sich unsere Präsentation an großartigen, ganz unterschiedlichen Kunstwerken auf der BRAFA Art Fair 2023 beschreiben.
Nach nur einem halben Jahr BRAFA-Pause findet unsere Lieblingsmesse wieder zum Jahresbeginn statt. Im Januar, wenn alles grau ist, zaubert uns die BRAFA mit all ihren Preziosen und Kunstwerken ein Leuchten in die Augen; im stimmungsvollen, exquisiten Art-déco-Ambiente der Brüsseler Expo-Hallen auf dem Heysel werden hier, ähnlich wie auf der Tefaf in Maastricht, die schönsten Objekte des Kunstmarktes präsentiert: von alter, antiker und außereuropäischer sowie neuer und zeitgenössischer Kunst bis hin zu Design, Kunsthandwerk und Kuriositäten.

Auch diesmal präsentieren wir eine Auswahl von Highlights, modernen Klassikern, CoBrA-Kunst und einigen zeitgenössischen Positionen. Für die BRAFA-Ausgabe 2023 ist als „Paukenschlag“ das imposante Monumentalgemälde Witnessing the Dawn von Karel Appel vorgesehen, als „Harfenklang“ das vielschichtige, spritzige, fast drei Meter breite A L'Aveuglette von Pierre Alechinsky; unser moderner Teil orchestriert die unterschiedlichsten „Soloinstrumente“ wie die wunderbare Bronzeskulptur Gentiluomo a cavallo von Marino Marini oder André Masson’s Bronze Extase, und unser Engagement für die Kunst von heute wird unter anderem durch den deutschen Maler Johannes Heisig und den Bildhauer Dietrich Klinge dargestellt.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

 

 

 

 

PREVIEW HERUNTERLADEN

 

 

Messestand
Halle 3 / Stand 78
 
Öffnungszeiten
Freitag, 27. Januar 2023, 12:00 – 22:00 Uhr (Collector's Preview)
Samstag, 28. Januar 2023, 11:00 – 19:00 Uhr (Exclusive Saturday)
Sonntag, 29. Januar 2023 – Sonntag, 5. Februar 2023, 11:00 – 19:00 Uhr
Donnerstag, 2. Feburar 2023, 11:00 – 22:00 Uhr
 
Messeanschrift
Brussels Expo I Heysel, Hallen 3 & 4 (Zugang)
Place de Belgique 1, 1020 Brüssel, Belgien

Highlight des Monats


Marino Marini
Miracolo
Bronze
132 x 65 x 51 cm

Das Thema der Miracolo-Skulpturen ist schon fast Marino Marinis Reiter in seiner dramatischsten und abstraktesten Form. Die ersten Miracolo entstanden um 1951  – als während und mehr noch nach dem Krieg das Entsetzen und die Desillusion in Marinis Kunst greifbar wurden. Der Charakter von Marinis Pferdeskulpturen ändert sich dramatisch: die frühere Gelassenheit weicht einer expressionistischen Behandlung, in der sich die Angst des Künstlers vor dem Schicksal der Menschheit widerspiegelt.

Während die ersten Werke dieser Serie die Tiere noch mit dem vorderen Körperteil zu Boden gehen und der Reiter im Sturz diagonal nach hinten ausreißt, werden spätere Miracoli in die Vertikale aufgestellt. Die Reiter werden gewaltsam von sich aufbäumenden Pferden abgeworfen, die sie nicht mehr kontrollieren können. Immer mehr gerät das Figürliche in einer extremen Spannung zwischen dem vertikal aufgerichteten Körper des Pferdes und dem rückwärts hinabstürzenden menschlichen Leib in eine destruktive Abstraktion.

 

Die hier dargestellte Bronze von 1953/54 ist eine solche vertikale Darstellung von Pferd und Reiter, wobei der obere Teil der Plastik und die aufstrebende Bewegung an viele von Marinis Pferdedarstellungen erinnert. Der dominierende Teil der Gestaltung ist der diagonal hinauf regende Kopf des Pferdes. Im Sturz begriffen, gerade noch mit den Beinen am Pferderücken klammernd, sieht man den Reiter, ebenfalls in der Diagonale, den eigenen Rücken gegen den des sich aufbäumende Pferdes, dessen Hinterbeine zum Himmel ragen während es im Sturz auf sein Hinterteil gefallen ist. Diese herausragende Plastik des italienischen Künstlers erwartet Sie bis zum 25. Februar 2023 in unserer Ausstellung Marino Marini!