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17. Januar - 23. März 2019
JOSÉ ENGUÍDANOS - Tiempo de Aguas profundas
DIE GALERIE Frankfurt am Main

DIE GALERIE begeht 2019 ihren 40. Geburtstag und wir freuen uns, dieses große Ereignis mit Ihnen gebührend zu feiern. Nicht nur planen wir eine rauschende Party zur Eröffnung unserer Jubiläumsausstellung am Mittwoch, den 27. März 2019, während des gesamten Jubiläumsjahres geben wir den ausstellenden Künstlern die Möglichkeit, Ihre Ausstellung auf besondere Art und Weise anzukündigen. So verlassen wir 2019 das gewohnte Design unserer Einladungskarten und übergeben die individuelle Gestaltung ganz den Künstlern.

Die Reihe eröffnet der spanische Künstler José Enguídanos (*1962), er lebt und arbeitet in Albacete. Enguídanos Œuvre umfasst ein imaginäres Universum, Traumwelten in denen Mensch und Tier als uns vertraute Wesen auftauchen und gleich wieder ins Surreale verschwinden. Die Szenen in seinen Bildern ordnet er neu und überraschend an, verändert sie mit surrealistischen Elementen und baut daraus eine atmosphärisch und mysteriös anmutende Welt, in die er den Betrachter eintauchen lässt und eine wechselhafte Realität erfahrbar macht. Bereits der Titel unserer Ausstellung Tiempo de Aguas profundas weist uns den Weg in die Tiefen seiner Bildwelt, die mit über 40 Gemälden ihre atemberaubende Wirkung in unseren Räumlichkeiten entfacht.

 

Vernissage: Mittwoch, den 16. Januar 2019, um 18.30 Uhr

Der Künstler ist anwesend.

Bitte beachten Sie, dass eine Teilnahme an der Vernissage nur nach vorheriger Anmeldung möglich ist.

Abbildung: José Enguídanos, Casa de la Catrina, 2017, Öl auf Leinwand, 195 x 97 cm

 

 

Highlight des Monats


Pierre Alechinsky
Le Point du Jour
Öl auf Leinwand
130 x 80 cm
Signiert unten rechts 'Alechinsky'; Signiert, datiert und betitelt verso

„Alles geschieht während der Arbeit – das ist eines der Geheimnisse der Malerei.“ Diese Maxime über die Ursprünge seiner Schöpfungen gilt für die Arbeit Pierre Alechinskys seit der Künstler  1949 zur internationalen Künstlergruppe CoBrA stieß, deren ketzerische und fantastische Ideen die Kunst des Wahlfranzosen bis heute nachhaltig prägen. Es ist die Faszination der Darstellung des Irrealen, des Unterbewussten und Zufälligen, die den Künstler leitet.

Quelle seiner Inspiration sind Mythen, Volkskunst und die Bildwelten der Kinder, aber auch die Formensprache von Paul Klee und Joan Miró mit ihrem Sinn für das Ursprüngliche. Zudem ist Alechinskys Malweise  stark von ostasiatischer Kalligrafie beeinflusst, mit der er sich intensiv beschäftigt hat. Seiner Liebe zur Literatur sind zahlreiche Wortspiele in den Titeln seiner Werke und versteckte literarische Anspielungen zu verdanken.
 

Der farbige Glanz und die eruptive Kraft seiner Bilder, die an glasierte Keramik erinnernde Oberfläche, Farben von einer außerordentlichen Leuchtkraft bestimmen auch viele Werke der 1960er Jahre wie Le Point du Jour. Der gestische Fluss seines Pinsels mit sich kaskadenartig ersteckenden, lebhaften Farbfeldern in warmen Rosé- und Brauntönen lässt an einen kalligrafischen Duktus denken. Noch fehlt hier die in jener Zeit entwickelte charakteristische Rahmung einer zentralen Szene.