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6. Juni - 31. August 2019
RICCARDO CORDERO & EDUARD ANGELI
DIE GALERIE, Frankfurt am Main

Vernissage: 5. Juni 2019, 18.30 Uhr (wir bitten um Anmeldung)

Die Künstler sind anwesend.

Einführung von Philip Rylands, ehemals Direktor der Guggenheim Collection, Venedig.

 

Eduard Angeli: In seinen oft großformatigen Leinwänden und Papierarbeiten macht er Zustände des Daseins sichtbar, die eigentlich nicht darstellbar sind: Stille, Reglosigkeit, Melancholie, eine Welt in Abwesenheit des Menschen. In der Leere seiner traumverlorenen Räume und Landschaften fühlt sich der Betrachter existenziell betroffen; mittels Reduzierung, Vereinfachung und Konzentration seiner Bildinhalte nähert sich Eduard Angeli der existenziellen Frage danach, was am Ende des Lebens bleibt.

Riccardo Cordero:  Corderos Skulpturen sind inspiriert von astronomischen Himmelsphänomenen und tragen Titel wie Stern, Meteorit, Supernova oder unendlicher Kosmos. Das massive Material, Eisen, Bronze, Stahl, das eigentlich doch von der Schwerkraft am Boden gehalten wird, beginnt bei Cordero zu schweben. Der italienische Bildhauer experimentiert mit dem Gleichgewicht der Kräfte; in der spielerischen Bewegtheit der Formen, die an die Dynamik rotierender Kreisel erinnert, scheint er Newtons Gravitationsgesetze außer Kraft zu setzen.

Highlight des Monats


Roberto Matta
Untitled
Öl auf Leinwand
100 x 80 cm

Roberto Matta, 1911 in Chile geboren, ist einer der wichtigsten und eigenwilligsten Künstler des 20. Jahrhunderts gewesen. Nach seinem Architekturstudium in seiner Heimat kam Matta im Jahre 1933 nach Paris, wo er im Atelier von Le Corbusier arbeitete und schnell Kontakte im surrealistischen Kreis aufbaute. 1938 nahm er an der Internationalen Ausstellung des Surrealismus teil und ging, wie viele seiner Mitmaler, 1939 ins Exil nach New York.


Wie André Masson und Max Ernst übte Roberto Matta einen maßgeblichen Einfluss auf den sich entwickelnden amerikanischen abstrakten Expressionismus aus. In seinen Gemälden der 1940er Jahre schuf er Innenlandschaften - sogenannte "inscapes" - mit apokalyptischen und kosmologischen Panoramen von kristalliner Transparenz. Die von ihm damals entwickelte Arbeitsmethode bestand darin, die surrealistischen Automatismen und die Farbverläufe des Hintergrunds mit einer nicht konkreten Szenerie zu verschmelzen.